Eingliederung beeinträchtigter Kinder in den Schulalltag

Im Altkreis Beeskow haben es sich drei Grundschulen zum Vorsatz gemacht, Pilotschule Inklusion zu werden. Die Schulen in Lieberose und Görzig sammeln schon seit Jahren Erfahrungen mit behinderten Kindern, die sie in den Unterreicht mit integrieren.

Um die Position einer „Pilotschule Inklusion“ haben sich die Grundschule Lieberose, in Lindenberg die Rolf Zuckowski-Schule und in Görzig die Schule des Friedens beworben. In den regulären Unterricht sollen dann Kinder mit Sprach- und Entwicklungsschwächen, körperlichen Beeinträchtigungen und Lernschwächen eingegliedert werden.

Der Leitgedanke und die Umsetzung

Diese Schulen wollen allen Kindern eine Chance bieten, gemeinsam in einer Schule zu lernen. Besonders Kindern mit einer Körperbehinderung soll es ermöglicht werden, mit gleichaltrigen gesunden Kindern zu lernen. Da sich in der Regel die Unterrichtsräume in den Schulen über mehrere Etagen verteilen, sind gehbehinderte Kinder, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, auf einen Fahrstuhl oder Lift angewiesen. Oftmals ist der nachträgliche Einbau eines Fahrstuhls jedoch nicht realisierbar. Ohne einen Fahrstuhl oder Treppenlift können die Schüler mit Rollstuhl die Schule nicht besuchen und müssten ansonsten einen längeren Schulweg in Kauf nehmen, um an speziell für Rollstuhlfahrer geeigneten Schulen zu lernen.

Görziger Schule ist fortschrittlich

Seit sechs Jahren stehen in Görzig in der Schule des Friedens diverse technische Hilfsmittel für behinderte Schüler zur Verfügung. So gibt es einen nachträglich eingebauten Treppenlift für die Schüler, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Gemeinsam setzt sich die Schule mit der Gemeinde Rietz-Neuendorf, die der Träger ist, für behinderte Schüler ein, damit sie die gleichen Möglichkeiten auf Bildung geboten bekommen, wie alle anderen Kinder. Im Treppenhaus wurde ein Treppenlift installiert, der die jungen Rollstuhlfahrer per Knopfdruck in die höher gelegenen Unterrichtsräume befördert.

Im Fokus von Günter Poeschke, dem Schulleiter, steht, dass keine separate Förderung für beeinträchtigte Kinder vonnöten ist. Mit Hilfe des Treppenlifts können Schüler mit Rollstuhl gemeinsam mit den nicht gehbehinderten Kindern lernen. Der Leitsatz der Görziger Schule ist: Alle sind gleich, alle sind verschieden, keiner ist ausgeschlossen.

Posted under Barrierefreiheit von admin on Mittwoch 15 Februar 2012 at 10:02

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