Weg mit den Barrieren: Senioren brauchen schwellenfreien Wohnraum
Senioren wollen zunehmend länger in den eigenen vier Wänden bleiben, doch Treppen, Türschwellen und andere Hindernisse sorgen dafür, dass dies schier unmöglich wird. Wer sich nicht einschränken will, dem bleibt oft nur der Umzug ins Heim, so die allgemeine Meinung. Dabei geht es auch anders, nämlich mit dem barrierefreien Umbau der eigenen vier Wände. Noch besser: Schon in jungen Jahren vorzusorgen!
Treppen, hohe Türschwellen, Badewannen, in die ein Einstieg kaum mehr möglich erscheint,– all das sind Beeinträchtigungen, mit denen Senioren nicht selten in den eigenen vier Wänden leben müssen. Doch müssen sie das wirklich? Es gibt grundsätzlich drei Möglichkeiten für sie: Sie ärgern sich über die Stolperfallen und machen weiter wie gewohnt, sie ziehen in eine barrierefreie Wohnung um, müssen dann aber die gewohnte Umgebung aufgeben oder sie bauen barrierefrei um. Dass dies natürlich mit einem hohen Kostenaufwand verbunden ist, erklärt sich nahezu von selbst. Alleine die Sanierung des Badezimmers schlägt nach Expertenaussagen mit 15.000 Euro zu Buche. Soll die gesamte Wohnung umgebaut werden, etwa mit Treppenlift und Co., kommen locker Beträge im oberen fünfstelligen Bereich zusammen. Deutlich günstiger ist es, schon in jungen Jahren barrierearm zu bauen.
KfW-Darlehen kann helfen
Wer den Bau einer barrierefreien Wohnumgebung verpasst hat, oder wer durch einen Unfall plötzlich mit dem Thema Barrierefreiheit konfrontiert wird, der kommt in der Regel an einem Kredit nicht herum. Sinnvoll erscheint es beim Umbau einer schon vorhandenen Immobilie, ein KfW-Darlehen in Anspruch zu nehmen. Das Programm „Altersgerecht umbauen“, einst von der Bundesregierung ins Leben gerufen und für 2012 gestrichen, wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nun in Eigenregie weitergeführt. Wenngleich die Zinssätze jetzt etwas höher liegen als noch mit Unterstützung als Bundesprogramm, sind sie nach wie vor als günstig zu bezeichnen: Derzeit liegen die Zinsen zwischen etwa 1,91 und 2,47 Prozent.
Zusätzliche Unterstützung durch Kommunen
Vielfach haben auch die Kommunen und Gemeinden eigene Programme, um den altersgerechten Umbau zu unterstützen, etabliert. So sind zu diesen Programmen etwa die soziale Wohnraumförderung in Rheinland-Pfalz zu zählen und viele andere. Welche Programme für die eigene Region in Frage kommen, sollte direkt vor Ort geklärt werden.